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Neubau(Laufendes Projekt)

Volkstheater Rostock
Patriotischer Weg 33, 18057 Rostock

Lageplan – Grundfläche des Theaterneubaus
1. Platz: Hascher Jehle Assoziierte GmbH  (Berlin, Deutschland)
1. Platz: Hascher Jehle Assoziierte GmbH
3. Platz: Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH  (Stuttgart, Deutschland)
3. Platz: Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH
3. Platz: pfp architekten bda  (Hamburg, Deutschland)
3. Platz: pfp architekten bda

Das aktuelle Volkstheater Rostock mit Standort in der Doberaner Straße entspricht baulich und technisch nicht mehr den aktuellen Anforderungen an ein modernes Theater. Die dringend notwendige umfassende Sanierung hat sich als unwirtschaftlich erwiesen, sodass ein Neubau die einzige Option darstellt, dem Volks­theater langfristig in der Hanse- und Universitäts­stadt Rostock eine Bühne zu geben.

Mit dem durch die Rostocker Gesellschaft für Stadt­erneuerung, Stadt­entwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS) ausgelobten Planungs­wettbewerb zum Theater­neubau rückt dieser nun in greifbare Nähe. Entstehen soll ein zeit­gemäßes Vier-Sparten-Haus im Herzen Rostocks, das sich den Kategorien Schauspiel, Oper, Konzert und Tanz widmet. Mit der Umsetzung des Bauvorhabens wird der Eigenbetrieb KOE Rostock beauftragt.

Städtebaulicher Architektenwettbewerb

Nachfolgende Preisträger wurden von der Jury am 16. September 2019 in Rostock ermittelt:

1. Platz: Hascher Jehle Assoziierte GmbH
(Berlin, Deutschland)

3. Platz: Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH
(Stuttgart, Deutschland)

3. Platz: pfp architekten bda
(Hamburg, Deutschland)

Politische Grundlagen

Am 06.05.2015 beschloss die Rostocker Bürgerschaft, den Theaterneubau im Stadthafen am Areal „Bussebart“ zu realisieren. Auf Grundlage dieser Entscheidung entwickelte die RGS das Quartier­blatt „Bussebart“, das am 11. April 2018 von der Bürgerschaft ungeändert beschlossen wurde. Das Quartier­blatt widmet sich in hohem Maße dem Theaterneubau, der eine weitere Baulücke im Sanierungs­gebiet „Stadtzentrum Rostock“ schließt. Gleichzeitig werden damit die in der 2. Fort­schreibung des Städte­baulichen Rahmenplanes übergeordneten Sanierungs­ziele konkretisiert.

Die Suche nach den Architekten für den geplanten Theater­neubau erfolgte anhand eines nicht­offenen anonymen Realisierungs­wettbewerbs mit EU-weiter Bekanntmachung. Aus allen Bewerbungen wurden zehn Teilnehmer zum Wettbewerb zugelassen. Ein Preis­gericht, bestehend aus Architekten, Vertretern der Stadt­verwaltung und des Volks­theaters, hat die Entwürfe in einer Jurysitzung am 16.09.2019 unter den Gesichts­punkten Nutzungs- und Grundriss­konzept, Wirtschaftlichkeit und städte­bauliche Idee bewertet. Unter den zugelassenen Arbeiten wurden drei Preis­träger ausgewählt, die am Verhandlungs­verfahren teilnehmen.

Ausblick

Im Anschluss an den Architektur­wettbewerb werden die teilnehmenden Entwürfe öffentlich ausgestellt.

Der Eigenbetrieb KOE Rostock geht anschließend mit den drei Preis­trägern zur Umsetzung des Theater­neubaus in die Verhandlungen. Mit einem der Büros wird zunächst bis zu Genehmigungs­planung ein Planungs­vertrag geschlossen.

Die Kriterien für die Entscheidung des Verhandlungs­verfahrens sind:

Das Verhandlungsverfahren wird mit einer Entscheidung des KOE-Betriebs­ausschusses zum Abschluss gebracht. Mit dem Gremien­beschluss kann das Architektur­büro vorbereitende Planungen treffen. Parallel dazu werden die Fach­planungen europaweit ausgeschrieben und in 2020 beauftragt. Der Bauantrag kann voraus­sichtlich 2021 gestellt werden, sodass ein Baubeginn 2022 möglich ist.



Fördermittelgeber:

Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden


Artikel zum Projekt

15.07.2020 Theaterneubau: KOE-Betriebsausschuss gibt einstimmig grünes Licht für Planungsbüro Hascher & Jehler

Die Visualisierung zeigt die Sicht auf das Volkstheaters vonseiten des Stadthafens.
„Selbstbewusst, elegant und sensibel“, das Urteil des Preisgerichts im städtebaulichen Architekturwettbewerb zum Theaterneubau im September 2019 fiel eindeutig aus: Mit gebührendem Vorsprung wurde der Entwurf der Hascher Jehle Design GmbH aus Berlin auf den ersten Platz gelobt – vor den beiden drittplatzierten Entwürfen von der Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH aus Stuttgart und der pfp Planungs GmbH aus Hamburg. Nun hat der Betriebsausschuss des Bauherren KOE („Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock“) in seiner Sitzung am 15. Juli 2020 entschieden, dass auch die nächsten Schritte mit den Planern aus der Hauptstadt gegangen werden sollen. Der Ausschuss gab grünes Licht dafür, das Büro bis zur Genehmigungsplanung zu beauftragen. „Damit bildet der Entwurf, der mit seinem herausragenden Konzept die Herzen der Rostockerinnen und Rostocker erobern konnte, die Grundlage für eine neue kulturelle Ära in unserer Hansestadt“, sagt Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen, der bereits als Preisrichter während des Architekturwettbewerbes betonte: „Die Arbeit von Hascher Jehle ist offen, freundlich und designorientiert. Der Entwurf respektiert die städtebaulichen Strukturen und ermöglicht mit seinem Panoramadeck einen beeindruckenden Blick über unseren Stadthafen“.

Grundlage für die Entscheidung des KOE-Betriebsausschusses bildet ein vorangegangenes Verhandlungsverfahren, in dem die drei Preisträger die Möglichkeiten hatten, die Vorzüge ihrer Entwürfe darzulegen. „Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Verhandlungsgespräche von März auf Mai verlegt. Im März hatten uns die Planer aus Stuttgart mitgeteilt, dass sie von weiteren Gesprächen Abstand nehmen, sodass wir letztlich mit den Büros Hascher Jehle und pfp verhandelt haben“, sagt KOE-Chefin Sigrid Hecht. In dem Schreiben von Bez + Kock heißt es: „Nach Durchsicht der Vergabeunterlagen und des Protokolls der Preisgerichtsitzung sind wir zu dem Entschluss gekommen, uns am weiteren Verfahren für das Theater in Rostock nicht mehr zu beteiligen. Die Entscheidung des Preisgerichtes ist sehr eindeutig ausgefallen. Wir respektieren dies, hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen dem Projekt einen guten Verlauf.“

Beurteilt wurden die verbliebenen Entwürfe in drei Kategorien: Das Ergebnis aus dem Wettbewerb ist mit maximal 40 Punkten in die Bewertung eingeflossen, die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes mit maximal 50 Punkten, das Honorarangebot der Planer mit maximal 10 Punkten. Insgesamt konnten so 100 Punkte erreicht werden. „Beide Verhandlungsparteien konnten im Gespräch durch ihr kompetentes Auftreten überzeugen. Durch das Votum der Jury, im Ergebnis des Wettbewerbes einen ersten Platz und zwei dritte Plätze zu vergeben, wurde eine Vorentscheidung getroffen, die nun bestätigt wurde“, fasst Rostocks Bausenator und Teilnehmer des Verhandlungsverfahrens Holger Matthäus zusammen.

Sofern beide Architekturbüros das Ergebnis anerkennen, kann Anfang August der Vertrag mit Hascher & Jehle geschlossen werden. Die Ausschreibungen für die weiteren Planungsleistungen, konkret für die Tragwerksplanung, die Planung der Technischen Gebäudeausrüstung, die Planung der Theater- und Bühnentechnik sowie die Planung der Beleuchtungs-, Beschallungs-, und Medientechnik, wurden am 13. Juli ausgeschrieben. Die Verhandlungsgespräche hierzu werden im Oktober geführt, sodass die Verträge ab Dezember geschlossen werden können.

„Ich freue mich sehr: Mit der Entscheidung des KOE-Ausschusses, den Gewinner des Architektenwettbewerbs offiziell zu beauftragen, ist die nächste Etappe auf dem Weg zum neuen Theater erreicht“, sagt Ralph Reichel, Intendant des Rostocker Volkstheaters und ergänzt: „Der Bau wird ein Highlight im Stadtbild sein, davon waren alle Mitglieder der Jury überzeugt. Die Entscheidung bedeutet für die Hanse- und Universitätsstadt und ihr Volkstheater einen selbstbewussten Schritt in die Zukunft.“

Besonders gelobt wurde der Entwurf von Hascher & Jehle im Vorfeld durch dessen einladende, begehbare Gebäudeskulptur – ein Theater, das sich allseitig zur Stadt öffnet, das es schafft als markanter Solitärbaukörper zu funktionieren und dabei die Umgebung zu respektieren, dem es zeitgleich gelingt hinsichtlich seiner Grundrissstruktur die Wünsche des Volkstheaters als Nutzer zu erfüllen. „Die Verfasser präsentieren einen Entwurf für einen zeitgemäßen und attraktiven Theaterneubau mit hoher Aufenthalts- und Erlebnisqualität. Der Vorschlag überzeugt sowohl im städteräumlichen Kontext wie auch in Bezug auf Gestaltung, Funktion und Organisation in hohem Maße“, so das Urteil der Jury aus dem Planungswettbewerb.

16.09.2019 Theaterneubau: Die Wettbewerbs-Preisträger stehen fest

Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen, Bauherrin Sigrid Hecht, RGS-Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Albrecht und Theaterintendant Ralph Reichel präsentieren den Siegerentwurf.
„Der Siegerentwurf zeigt einen sehr demokratischen Bau, der von allen Seiten begehbar und erlebbar ist, der sich ideal in das Umfeld einfügt und gleichzeitig die Funktionalität eines Theaters optimal erfüllt. Das Foyer präsentiert sich offen. Durch die direkt nebeneinander angeordnete Raumbühne und das große Haus ergeben sich Synergieeffekte in der Flexibilität der Nutzung.“ Nach einem kreativen, intensiven Arbeits- und teils kontroversen Diskussionsprozess stehen die Preisträger des Wettbewerbes für den Theaterneubau fest: Das Architekturbüro Hascher Jehle Assoziierte GmbH aus Berlin wurde von der Jury mit dem ersten Platz ausgezeichnet, gefolgt von den Entwürfen der Architekturbüros Bez + Kock aus Stuttgart und pfp architekten aus Hamburg, die sich gleichrangig Platz Drei teilen. „Allen drei Preisträgern ist es gelungen, sich städtebaulich in die Umgebung einzufügen und auf die funktionalen Anforderungen des Auslobers eine gelungene Antwort zu finden“, begründet die Jury.

Der Planungswettbewerb wurde im Auftrag der Hanse- und Universitätsstadt Rostock durch die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS) europaweit ausgelobt. Die Architekten waren aufgerufen, realisierbare Entwürfe für den Theaterneubau vorzulegen. Aus dem Bewerbungsverfahren gingen zehn Arbeiten hervor, die zum Wettbewerb zugelassen wurden. Die Büros kommen aus Berlin, Hamburg, Stuttgart, Paris und Bregenz. Die Jury, bestehend aus Architekten, Vertretern der Stadtverwaltung und des Volkstheaters, bewerteten die Arbeiten anhand ihrer gestalterischen und räumlichen Qualität, der Umsetzung der Nutzungsanforderungen, des Verhältnisses der Baukosten zur Brutto-Grundfläche und der städtebaulichen Gesamtidee. Besondere Beachtung fanden zusätzlich die Gestaltung der Erdgeschossfassaden sowie die Wirkung des Objektes als Solitär. „Das Volkstheater ist ein wichtiger kultureller Grundpfeiler und trägt damit zu einer Steigerung der Lebensqualität in unserer Stadt bei. Zu viele Jahre wurde über den Neubau diskutiert - mit dem Wissen, dass das Bestandstheater nicht zukunftsfähig ist. Mit dem Wettbewerb beginnen wir nun endlich zu handeln. Wir sollten in Rostock ein Theater haben, auf das wir alle stolz sein können. Ein Theater, das feine und experimentelle Kunst zulässt und gleichzeitig Kunst für ein breites Publikum fördert. Wir haben einen offenen, freundlichen, designorientierten Entwurf ausgewählt, der einerseits die städtebaulichen Strukturen respektiert und anderseits mit seinem Panoramadeck allen Rostockern und deren Gästen einen beeindruckenden Blick über unseren Stadthafen ermöglicht“, verdeutlicht Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen, der als Jurymitglied über die Entwürfe mitbestimmen durfte.

Auch Theaterintendant Ralph Reichel gehörte zum Preisgericht: „Rostock hat die einmalige Chance ein neues Theater zu bekommen. Bei der Konzeption der Aufgabenstellung wurden daher konkrete Angaben zu Flächen, Bedarfen und Kosten festgelegt. Nur wenn diese eingehalten werden, kann das Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden. Diese Vorhaben werden von den prämierten Entwürfen erfüllt. Deswegen kann jetzt aus dem Traum Realität werden“, sagt er. Die Umsetzung des Bauprojektes wird in der Hand vom „Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock“ liegen. Der Wettbewerb wurde europaweit veröffentlicht. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat zugesagt, das Projekt Theaterneubau mit bis zu 51 Millionen Euro zu unterstützen. „Der Neubau ist dringend erforderlich. Die aktuelle Spielstätte weist erhebliche Mängel hinsichtlich der technischen Anlagen auf, die im schlimmsten Fall zu einer Beeinträchtigung des Spielbetriebes führen können“, verdeutlicht RGS- und KOE-Chefin Sigrid Hecht. Als Bauherrin wird sie den Bauvorhaben von der Planung bis zur Fertigstellung begleiten: „Als nächstes werden wir unter Berücksichtigung der Juryentscheidung und der Wirtschaftlichkeit der Entwürfe mit den drei Preisträgern in die Verhandlungen gehen.“

Die Wettbewerbsbeiträge werden vom 07. bis 11. Oktober in der Rathaushalle, Neuer Markt 1, präsentiert. Im Anschluss können die Unterlagen vom 14. bis 23. Oktober in den Geschäftsräumen der RGS, Am Vögenteich 26, montags bis donnerstags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr eingesehen werden.

Aktuelles

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