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Feuerwache 1
E.-Schlesinger-Str. 24, 18059 Rostock

In den vergangenen Monaten wurde auf Basis eines Gutachtens der neue Feuerwehrbedarfsplan für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock erarbeitet, welcher die Standards für den Brandschutz in Rostock definiert.

Eine wesentliche Maßnahme zur Gewährung des Brandschutzes in Rostock ist die Sanierung der Feuerwache 1 in der Südstadt.

Die vorhandene Feuer- und Rettungswache wurde 1983 in Betrieb genommen. Eine Sanierung und Erweiterung des Gebäudekomplexes ist aufgrund des baulichen Zustandes des vorhandenen Gebäudekomplexes sowie aufgrund der sich aus den Regelwerken für die einzelnen Nutzungen ergebenden Anpassungen des Raum- und Nutzungskonzeptes für Rettungswachen zwingend erforderlich.

Geplant ist durch den Eigenbetrieb KOE Rostock daher eine bauabschnittsweise Sanierung der vorhandenen Gebäude bei gleichzeitiger Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit der Feuer- und Rettungswache sowie der Abteilungen des Brandschutz- und Rettungsamtes. Dazu muss zunächst ein Neubau realisiert werden und noch vor Beginn der Bestandssanierung mit der Leitstelle ausgerüstet werden, nur so ist die vollumfängliche Einsatzbereitschaft der Feuerwache während der Phase der Sanierung gewährleistet.

In Abhängigkeit von der Genehmigung des Wirtschaftsplanes des Eigenbetriebes KOE Rostock werden die Investitionssummen für die kommenden Jahre und genauen Zeitschienen derzeit erarbeitet. Über alle künftigen Entwicklungen und Planungen wird dementsprechend auf dieser Seite informiert.



Artikel:

30.01.2018 Stadtvertreter informieren über die Sanierung und Erweiterung der Feuerwache I

Die Planungen für die Sanierung und Erweiterung der Feuerwache I konkretisieren sich: In der Sitzung des Ortsbeirats Südstadt am 30. Januar 2018 stellen das städtische Brandschutz- und Rettungsamt und der Eigenbetrieb „Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock“ (KOE) das Konzept zur Modernisierung der Hauptwache in der Erich-Schlesinger-Straße 24 vor. Mit inbegriffen: Gebäude-Neubauten zur Unterbringung einer Rettungswache, Einheiten des Katastrophenschutzes und nicht zuletzt der Freiwilligen Feuerwehr Stadt-Mitte.

In die 1983 in Betrieb genommenen Gebäude mussten nach der Wende die erweiterten Aufgaben des neu gegründeten Brandschutz- und Rettungsamtes integriert werden. Neben zusätzlichen Verwaltungsaufgaben und der Leitstelle waren dies vor allem die Erfordernisse des Rettungsdienstes. Durch die technischen Veränderungen und steigenden Anforderungen des Arbeitsschutzes in allen Bereichen wurde die Raumsituation zunehmend kritisch.

Während der vergangenen 35 Jahre wurden in der Hauptwache der Rostocker Feuerwehr lediglich bauerhaltende Maßnahmen umgesetzt, zu einer Modernisierung kam es jedoch nie. Inzwischen ist die Bausubstanz marode und der Platz für die verschiedenen Funktionsbereiche zu klein geworden. „Es besteht akuter Handlungsbedarf. Doch eine komplette Entkernung bei laufendem Betrieb ist unmöglich. Realistisch umsetzbar ist die Sanierung der Feuerwache nur, wenn die Maßnahmen in verschiedenen Bauabschnitten durchgeführt werden. So kann gewährleistet werden, dass die reibungslosen Abläufe im Berufsalltag der Feuerwehr nicht gefährdet werden“, verdeutlicht KOE-Chefin Sigrid Hecht.

Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr wurde ein Raumkonzept für die Sanierung des Hauptgebäudes sowie der Gebäude entwickelt, in die die Einsatzkräfte und ihre Fahrzeuge, aber auch die Mitarbeiter der Fachabteilungen während der eigentlichen Umbauphase ausgegliedert werden können. „Entscheidend für alle Planungen war die ständige Einsatzfähigkeit des Brandschutz- und Rettungsamtes. Dazu gehört auch, dass die Beeinträchtigungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ein erträgliches Maß begrenzt werden“ so Johann Edelmann, Leiter des Brandschutz- und Rettungsamtes. Daher muss die Erweiterung der Feuer- und Rettungswache vor der eigentlichen Sanierung erfolgen.

Die Projektumsetzung erfolgt in insgesamt fünf Bauabschnitten. Begonnen wird mit dem Erweiterungsneubau der Berufsfeuerwehr. Hier werden die Leitstelle, neue Werkstätten und das Katastrophenschutzlager errichtet. „Die Leitstelle wird durch diese Maßnahmen zur modernsten des Landes“ betont Edelmann. Im Anschluss wird die Rettungswache errichtet, in der künftig auch die Fahrzeuge der DRK-Rettungswache aus der Augustenstraße stationiert sein werden. Es folgen die Gebäude für die Freiwillige Feuerwehr und die Einheiten des Katastrophenschutzes als Bauabschnitt 3 und 4. Abschließend kann mit der eigentlichen Sanierung der Feuerwache I begonnen werden. Der Baubeginn ist für 2020 avisiert, die Gesamtfertigstellung für 2029 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt rund 60 Millionen Euro. „Jeder in die Feuerwehr investierte Euro zahlt sich aus. Die Einsatzkräfte sind täglich, rund um die Uhr, für uns im Einsatz. Damit sie weiterhin Leben retten können, sollten sie gute Arbeitsbedingungen vorfinden“, betont der zuständige Finanzsenator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD).

Die Sanierung und Erweiterung der Feuerwache I ist eines der größten und umfangreichsten Vorhaben der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. „Als Resultat steht dann ein für Mecklenburg-Vorpommern einzigartiger Komplex für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz zur Verfügung“, unterstreicht der Senator die Bedeutung des Projektes. „Nach der Erneuerung der Einsatztechnik in den vergangenen Jahren und der Bestätigung des Personalkonzeptes im Brandschutzbedarfsplan 2016, werden nun auch die räumlichen Bedingungen in der Hauptfeuerwache den Erfordernissen und Bedürfnissen der Mitarbeiter angepasst. In besonderen Krisensituationen sind die Kräfte und Mittel, die für den Katastrophenschutz zur Verfügung stehen, gut untergebracht und schnell einsatzbereit“, ergänzt er.
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