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Generalsanierung des Schulgebäudes in der Pablo-Picasso-Straße 45(Abgeschlossenes Projekt)

Förderzentrum "Küstenschule"
Pablo-Picasso-Straße 45, 18147 Rostock

Architekturzeichnung
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Das Förderzentrum am Wasserturm verlagerte im Sommer 2017 seinen Standort von der Blücherstraße 42 in die Pablo-Picasso-Straße 45 – in eine Bestands­immobilie des Eigen­betriebes KOE Rostock. Mit dem Umzug erfolgte die durch die Rostocker Bürgerschaft bestätigte Umbenennung in „Küstenschule“. Das Gebäude wurde in den 1990er-Jahren in Platten­bauweise errichtet und diente seither der Schul­nutzung. Zuletzt wurden bis Schuljahres­ende 2015/16 die Schülerinnen und Schüler des Regionalen Förder­zentrums Toitenwinkel hier unterrichtet. In den vergangenen Jahr­zehnten wurden vor Ort keine wesentlichen Sanierungs­maßnahmen umgesetzt. Um den Schul­standort lang­fristig zu sichern, wird das bestehende Schul­gebäude seit dem Frühjahr 2018 daher in zwei Bauabschnitten umfangreich modernisiert.

„Küstenschule“ wird bei laufendem Betrieb saniert

Die Sanierung erfolgt durch den KOE bei laufendem Betrieb. Dies ist nur möglich, da die Schule aktuell noch nicht vollständig bezogen ist. Das Förder­zentrum mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung betreibt aktuell eine Nebenstelle in der Wolgaster Straße. Diese Nebenstelle wird nach Abschluss des Bauprojektes aufgelöst. Die Schülerinnen und Schüler können ab diesem Zeitpunkt ebenfalls in der Pablo-Picasso-Straße unterrichtet werden. Innerhalb der Sanierung erfolgt der komplette Innen­ausbau, inklusive einer funktionalen Umgestaltung der Raum­struktur. Zusätzlich werden unter anderem die Fassade und das Dach entsprechend der geltenden Energie­einspar­verordnung energetisch ertüchtigt sowie die technischen Anlagen erneuert. Darüber hinaus wird das Gebäude behinderten­gerecht erschlossen.

Besonderheiten eines Förderzentrums

Derzeit werden an der Schule rund 160 Kinder in 13 Klassen unterrichtet. Teilweise bekommen sie Einzel­unterricht, manchmal lernen sie in kleinen Gruppen, ein anderes Mal im Klassen­verband. Die Klassen bestehen aus maximal 13 Kindern, sodass der Bedarf an Räumen größer ist als in Regel­schulen. In den kommenden Jahren sollen die Schüler­zahlen bis auf etwa 270 Schülerinnen und Schüler aufgestockt werden. Das rund 5,4 Mio. Euro umfassende Vorhaben wird mit Förder­mitteln in Höhe von 4,2 Mio. Euro aus dem Kommunal­investitions­förderprogramm des Bundes, kurz „KInv(1)“, unterstützt. Das Projekt kann voraus­sichtlich Ende 2019 abgeschlossen werden.


Fakten und Zahlen:

Bauzeit: 2018 bis 2019
Planung: Buchholz + Schlettwein
Investitionsvolumen: 5,4 Mio. EUR
Förderung: 4,2 Mio. EUR aus KInv(1)


Fördermittelgeber:

KInv-Förderung


Artikel zum Projekt

09.12.2019 Nach 1,5 Jahren: Sanierung der „Küstenschule“ abgeschlossen

Festmachen in Rostock, lautet das neue Schulmotto der Küstenschule.
In der Schulküche werden gemeinsam Speisen zubereitet.
In dem Fachunterrichtsraum werden künftig Naturwissenschaften gelehrt.
Auf ein lautes Klingeln, das die Pause einläutet, wartet man an der „Küstenschule“ vergebens. Getaktete Unterrichtsstunden gibt es hier nicht. Alles ist abgestimmt auf die Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Diese lernen in kleinen Gruppen von maximal zehn Kindern oder Jugendlichen mit immer denselben Bezugspersonen, die ihnen besondere Aufmerksamkeit schenken. Denn die „Küstenschule“ setzt ihren Förderschwerpunkt auf die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Nun beginnt für die Schule ein neues Kapitel.

In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde das Förderzentrum vollständig durch den „Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung“ (KOE) im Auftrag der Hanse- und Universitätsstadt Rostock saniert und modernisiert. Mit dem Bauvorhaben wurden die Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Bildungsprofils der Schule geschaffen. „Sonderpädagogische Bildungsangebote wie die der Küstenschule ermöglichen, dass jedes Kind aufgefangen wird und einen Zugang zu Bildung erhält“, sagt Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen und ergänzt: „Wir sollten uns immer die Zeit nehmen, unseren Kindern zuzuhören, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, ihnen die Welt zu erklären. Kinder sollten sich nie alleingelassen fühlen. Es liegt in unserer Verantwortung, ihnen das Gefühl zu geben, dazuzugehören. Genau das schafft diese Schule“.

5,1 Millionen Euro wurden in die Baumaßnahme investiert, rund 4,2 Millionen Euro stammen dabei aus dem KInv-Programm zur Förderung finanzschwacher Kommunen. Den entsprechenden Fördermittelbescheid hatte Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, im Dezember 2017 überreicht. Auch an der offiziellen Eröffnung der Schule am 09. Dezember 2019 nahm der Minister teil.

Anders als ursprünglich geplant, konnte das Vorhaben anstatt Ende Dezember dieses Jahres bereits im Oktober baulich abgeschlossen werden. „Ziel der Sanierung war es, dass das Gebäude langfristig als Schulstandort in Toitenwinkel bestehen kann. Unter energetischen Aspekten wurden dabei die Fenster ausgetauscht und das Dach sowie die Fassade saniert. Mit dem Einbau eines Aufzugs und dem Austausch von Türen und Bodenbelägen konnten wir Barrierefreiheit herstellen. Auch die Sanitäranlagen und haustechnischen Anlagen wurden vollständig erneuert. Zusätzlich wurde das gesamte Gebäude malermäßig instandgesetzt“, erklärt Bauherrin Sigrid Hecht vom zuständigen KOE. Die Sanierung erfolgte dabei in zwei Bauabschnitten bei laufendem Betrieb. „Dies war nur möglich, da die Schule noch nicht vollständig besetzt war. Dennoch hat dieser Umstand alle Beteiligten an ihre Grenzen gebracht. Wir sind für das uns entgegenbrachte Verständnis sehr dankbar“, so die KOE-Chefin.

Im Sommer 2017 wurde der Standort der weiterführenden Schule am Wasserturm aufgelöst und in die Pablo-Picasso-Straße nach Toitenwinkel verlagert. Mit dem Umzug erhielt das ehemalige „Förderzentrum am Wasserturm“ den neuen Namen „Küstenschule“. „Unsere Schützlinge zeigen erhebliche Beeinträchtigungen im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung sowie im Erleben und im Verhalten. In allgemeinbildenden Schulen können sie nicht hinreichend unterstützt werden. Bei uns werden sie individuell beschult, mit dem Ziel die Schülerinnen und Schüler schnellstmöglich in den Regelschulbereich zurückführen zu können. Nur sehr Wenige bleiben von der ersten bis zur zehnten Klasse bei uns“, erklärt Schulleiterin Silvia Schrötter. Die zum Förderzentrum gehörende Grundschule in der Wolgaster Straße in Lichtenhagen wird in den bevorstehenden Winterferien 2020 ebenfalls nach Toitenwinkel ziehen. Ab diesem Zeitpunkt werden an dem Standort rund 160 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Dann kann die „Küstenschule“ – getreu des eigenen Schulmottos – endgültig „Festmachen in Rostock.“

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