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09.10.2017

7,5 Millionen Euro Förderung für das FKZ

Minister Christian Pegel übergibt den Zuwendungsbescheid in Höhe von rund  7,5 Millionen Euro an Oberbürgermeister Roland Methling.
Anhand der Visualisierung erklären KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht und Anke Baumann von der ASB Kinder- und Jugendhilfe wie das Komptenzzentrum künftig aussehen soll.
Eines der größten und innovativsten Bauprojekte des Eigenbetriebes „Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock“ wurde mit Fördermitteln bedacht. Infrastrukturminister Christian Pegel übergab heute (9.10.2017) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 7,5 Millionen Euro an Oberbürgermeister Roland Methling für das neue Familienkompetenzzentrum, das derzeit in Rostock-Lichtenhagen entsteht. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, kurz EFRE, für den Förderbereich Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung.
Der Eigenbetrieb KOE Rostock investiert rund 10,5 Millionen Euro in das drei Häuser umfassende Projekt. Mit den Bauarbeiten konnte aufgrund eines genehmigten vorzeitigen Maßnahmenbeginns im Oktober 2016 begonnen werden. Ab Spätherbst 2018 soll der Träger, die ASB Kinder- und Jugendhilfe, in den Gebäudekomplex ziehen können.
Für den Eigenbetrieb KOE Rostock ist der Bau eines Familienkompetenzzentrums eine ganz neue Herausforderung. „Das Projekt ist in Mecklenburg-Vorpommern einzigartig. Es gab keine Vorlage, kein Schema-F, an dem wir uns bei den Planungen orientieren konnten„, erklärt KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht. Das vorhandene Kinder- und Jugendhilfezentrum des ASB, das sich wie das neue Familienkompetenzzentrum auf dem Gelände der Schleswiger Straße 6 befindet, wird nach Fertigstellung des Familienkompetenzzentrums abgerissen. „Die Plattenbauten sind stark sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr den aktuellen Technikstandards„, verdeutlicht Sigrid Hecht. „Wir bauen parallel: Der ASB kann zuschauen, wie das Familienkompetenzzentrum entsteht. So bauen wir gerne„, ergänzt sie.
Die Entwürfe für die neuen Häuser sind in enger Abstimmung mit dem ASB und dem Amt für Jugend und Soziales erarbeitet worden. „Es war uns von Anfang an wichtig, die Vorstellungen und Wünsche der Kinder und ihrer Familien in die Planungen einzubeziehen„, sagt Anke Baumann, Einrichtungsleiterin des Kinder- und Jugendhilfezentrums Lichtenhagen. „Ich freue mich umso mehr, dass sich der naturnahe Ansatz in der architektonischen Gestaltung des gesamten Projektes widerspiegeln wird„, fügt sie hinzu.
Seit 1981 existiert an dem Standort in der Schleswiger Straße ein Kinderheim. 1992 hat der ASB die Immobilie übernommen. 1995 wurde das Betreuungskonzept umstrukturiert. Fortan gab es unterschiedliche Wohnformen. „Wir arbeiten seit mehr als 20 Jahren in der gleichen alten Gebäudesubstanz und mussten immer improvisieren. Nun konnten wir erstmals Form und Inhalt gemäß der Bedarfe in Übereinstimmung bringen„, betont Dr. Andrea Rittiger, ASB-Geschäftsführerin. In den Gebäuden werden einerseits Wohngruppen, bestehend aus Kindern im Alter von null bis 18 Jahren untergebracht, andererseits sind sie für Mutter-Kind und Vater-Kind-Wohnen vorgesehen. Zudem wird ein Flachbau errichtet, der unter anderem für Veranstaltungen und Freizeitbeschäftigungsangebote genutzt werden soll.

Auch Steffen Bockhahn, Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport ist überzeugt von dem Projekt: „Wir werden die modernste Einrichtung der Familienhilfe im Land errichten. Minderjährige Mütter, geistig beeinträchtigte Eltern und Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben können, werden dort ein zu Hause haben. Sie werden durch Fachpersonal unterstützt, mit dem Ziel künftig selbstständig leben zu können„, stellt er die Bedeutung des Familienkompetenzzentrums heraus.

Familienkompetenzzentrum (ASB), Schleswigerstraße 6 abc, 18109 Rostock

Projekt „Neubau“

Die Tage des ehemaligen Kinderheims in der Schleswiger Straße sind gezählt: Auf dem Nachbargrundstück entsteht eine Einrichtung mit Campus-Charakter für Betreutes Wohnen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bestehend aus drei Gebäuden.

Bauzeit: 2016 bis 2018
zum Projekt

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