Projekte

Familienkompetenzzentrum Haus 1 + 2

Familienkompetenzzentrum
Schleswiger Straße 6, 18109 Rostock

Die Liegenschaft in der Schleswiger Straße 6 Stadtteil Lichtenhagen wurde im Jahr 1981 von der Hanse- und Universitätsstadt Rostock als Kinderheim errichtet. Mittlerweile sind die Plattengebäude stark sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Darüber hinaus sind moderne Konzepte zur Kinder- und Familienbetreuung in den bisherigen Räumlichkeiten nicht umsetzbar.

Nach Prüfung mehrerer Varianten zur Entwicklung des Standortes wurden mehrere Neubauten für ein innovatives und modernes Familienkompetenzzentrum beschlossen. Geplant sind durch den „Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock“ in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Fachamt drei Gebäude, welche separat funktionsfähig sind und in einzelnen Bauabschnitten bis 2019 realisiert werden sollen.

Insgesamt sollen über die Wirtschaftsjahre rund 10,5 Millionen Euro in die Maßnahme investiert werden. Ein Antrag zur Gewährung einer Förderung der Maßnahme aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist gestellt.

Die auf dem Gelände, welches für das neue Familienkompetenz­zentrum vorgesehen ist, leerstehende Kindertagesstätte sowie das danebenliegende Freizeitzentrum werden vor Baubeginn abgebrochen, so dass ein freies Baufeld für das neue Familien­kompetenzzentrum entsteht. Nach Fertigstellung der Bauabschnitte erfolgt der Umzug aus den Bestandsgebäuden.

Innerhalb der Gebäude wird künftig eine Betreuung für das Mutter-Kind-Wohnen, das betreute Kinder- und Jugendwohnen sowie eine Nutzung für soziale Zwecke realisiert. Als Betreiber aller drei Einzelhäuser ist der ASB, der Arbeitersamariterbund Rostock, vorgesehen.


Fakten und Zahlen:

Planungen: aib Bauplanung

Bauphase: 2016 bis 2019

Investition: ca. 10,5 Millionen Euro

Fördermittelgeber:

EFRE Europäische Union


Artikel:

19.09.2018 Eine Idee vom Aufwachsen

„Ich kam auf die Straße nach den Schlägen“, tönt es aus der Mikrofonanlage. „Denn meine Mutter wollte nicht mehr mit mir reden“, rappt Alex aus Groß Klein. Es ist ein Song aus dem Musikprojekt „Beste Freunde“, das durch die ASB Kinder- und Jugendhilfe (KJH) in diesem Jahr realisiert wurde. Seit mehr als 20 Jahren ist die gemeinnützige Gesellschaft für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht wissen wohin - mit ihrer Energie, ihren Sorgen oder sich selbst - am Standort Lichtenhagen ein verlässlicher Anlaufpunkt. „Ich freue mich sehr, dass es nun gelungen ist, in Zusammenarbeit mit der Stadt neue Räumlichkeiten für unsere Jugendhilfeangebote zu schaffen, die einerseits die Bedürfnisse der Kinder und Familien berücksichtigen und andererseits gute Rahmenbedingungen für unsere Soziale Arbeit bieten“, sagt Dr. Andrea Rittiger, Geschäftsführerin der ASB KJH und meint damit den Neubau des Familienkompetenzzentrums.

In den vergangenen Jahren hat der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) im Auftrag der Hanse- und Universitätsstadt Rostock in der Schleswiger Straße einen drei Häuser umfassenden Campus entwickelt, der den umfangreichen Bedarfen der Jugendhilfe gerecht wird. „Noch können wir auf dem Nachbargrundstück erahnen, unter welchen räumlichen Bedingungen bisher gearbeitet und auch gelebt wurde. Die Plattenbauten haben sich als nicht-sanierungsfähig herausgestellt. Sie entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik, insbesondere nicht mehr den Sicherheitsanforderungen.“, erklärt KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht. Im Jahr 1981 von der Kommune Rostock als Kinderheim errichtet, wurden im Laufe der Jahrzehnte keine umfassenden Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. „Gemeinsam mit den zuständigen Fachämtern haben wir entschieden, dass aus wirtschaftlichen Erwägungen und aus fachlicher Sicht in Bezug auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen ausschließlich ein Neubau in Frage kommt“, verdeutlicht Sigrid Hecht. Auf einer Gesamtfläche von zirka 2.150 m² ist ein modernes und innovatives Familienkompetenzzentrum entstanden, das variable Nutzungsmöglichkeiten bietet.

Hinsichtlich des Gestaltungskonzeptes der Häuser wurde ein naturnaher Ansatz verfolgt, um eine Beziehung zum angrenzenden Stadtpark des ASB „In Natura“ herzustellen und die Idee vom Aufwachsen in Anlehnung an das Wachsen in der Natur aufzugreifen. In Haus 1, der „Waldquelle“ als Symbol für die Gemeinschaft, wurde ein Veranstaltungssaal integriert, der auch durch die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils genutzt werden kann. Hier befinden sich auch die Büros der Familienhelfer. Sie betreuen 70 Familien mit rund 200 Kindern in Lichtenhagen und den benachbarten Stadtteilen. Haus 2 trägt den Namen „Blattzauber“ und steht für die Kindheit. Hier werden 34 Kinder und Jugendliche in drei Wohngruppen und einer Tagesgruppe betreut. In Haus 3, dem „Windspiel“ als Haus der Familien, leben 18 Mütter und Väter mit ihren Kindern in unterschiedlichen Wohn- und Betreuungsformen.

Der Neubau konnte für rund 10 Millionen Euro realisiert werden, knapp 7,5 Millionen Euro wurden aus dem Förderprogramm EFRE für den Förderbereich Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung unterstützend bereitgestellt. Das vorhandene Kinder- und Jugendhilfezentrum des ASB wird perspektivisch abgerissen. Hiernach erfolgt an dieser Stelle ein Ersatzneubau der Berufliche Schule Alexander Schmorell. Noch im September wird die ASB KJH mit dem Umzug beginnen.

09.10.2017 7,5 Millionen Euro Förderung für das FKZ

Eines der größten und innovativsten Bauprojekte des Eigenbetriebes "Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock" wurde mit Fördermitteln bedacht. Infrastrukturminister Christian Pegel übergab heute (9.10.2017) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 7,5 Millionen Euro an Oberbürgermeister Roland Methling für das neue Familienkompetenzzentrum, das derzeit in Rostock-Lichtenhagen entsteht. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, kurz EFRE, für den Förderbereich Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung.

Der Eigenbetrieb KOE Rostock investiert rund 10,5 Millionen Euro in das drei Häuser umfassende Projekt. Mit den Bauarbeiten konnte aufgrund eines genehmigten vorzeitigen Maßnahmenbeginns im Oktober 2016 begonnen werden. Ab Spätherbst 2018 soll der Träger, die ASB Kinder- und Jugendhilfe, in den Gebäudekomplex ziehen können.

Für den Eigenbetrieb KOE Rostock ist der Bau eines Familienkompetenzzentrums eine ganz neue Herausforderung. "Das Projekt ist in Mecklenburg-Vorpommern einzigartig. Es gab keine Vorlage, kein Schema-F, an dem wir uns bei den Planungen orientieren konnten", erklärt KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht. Das vorhandene Kinder- und Jugendhilfezentrum des ASB, das sich wie das neue Familienkompetenzzentrum auf dem Gelände der Schleswiger Straße 6 befindet, wird nach Fertigstellung des Familienkompetenzzentrums abgerissen. "Die Plattenbauten sind stark sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr den aktuellen Technikstandards", verdeutlicht Sigrid Hecht. "Wir bauen parallel: Der ASB kann zuschauen, wie das Familienkompetenzzentrum entsteht. So bauen wir gerne", ergänzt sie.

Die Entwürfe für die neuen Häuser sind in enger Abstimmung mit dem ASB und dem Amt für Jugend und Soziales erarbeitet worden. "Es war uns von Anfang an wichtig, die Vorstellungen und Wünsche der Kinder und ihrer Familien in die Planungen einzubeziehen", sagt Anke Baumann, Einrichtungsleiterin des Kinder- und Jugendhilfezentrums Lichtenhagen. "Ich freue mich umso mehr, dass sich der naturnahe Ansatz in der architektonischen Gestaltung des gesamten Projektes widerspiegeln wird", fügt sie hinzu.

Seit 1981 existiert an dem Standort in der Schleswiger Straße ein Kinderheim. 1992 hat der ASB die Immobilie übernommen. 1995 wurde das Betreuungskonzept umstrukturiert. Fortan gab es unterschiedliche Wohnformen. "Wir arbeiten seit mehr als 20 Jahren in der gleichen alten Gebäudesubstanz und mussten immer improvisieren. Nun konnten wir erstmals Form und Inhalt gemäß der Bedarfe in Übereinstimmung bringen", betont Dr. Andrea Rittiger, ASB-Geschäftsführerin. In den Gebäuden werden einerseits Wohngruppen, bestehend aus Kindern im Alter von null bis 18 Jahren untergebracht, andererseits sind sie für Mutter-Kind und Vater-Kind-Wohnen vorgesehen. Zudem wird ein Flachbau errichtet, der unter anderem für Veranstaltungen und Freizeitbeschäftigungsangebote genutzt werden soll.

Auch Steffen Bockhahn, Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport ist überzeugt von dem Projekt: "Wir werden die modernste Einrichtung der Familienhilfe im Land errichten. Minderjährige Mütter, geistig beeinträchtigte Eltern und Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben können, werden dort ein zu Hause haben. Sie werden durch Fachpersonal unterstützt, mit dem Ziel künftig selbstständig leben zu können", stellt er die Bedeutung des Familienkompetenzzentrums heraus.
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