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Sanierung des ehemaligen Berufsschulgebäudes als erweiterter Schulstandort(Abgeschlossenes Projekt)

Erweiterungsbau Kooperative Gesamtschule in der Südstadt
Erich-Schlesinger-Straße 37 a, 18059 Rostock

Kooperative Gesamtschule Südstadt
Kooperative Gesamtschule Südstadt
Kooperative Gesamtschule Südstadt
Kooperative Gesamtschule Südstadt

Das ehemalige Berufsschul­gebäude in der E.-Schlesinger-Straße 37a soll zukünftig als erweiterter Schul­standort der Kooperativen Gesamtschule Südstadt genutzt werden. Um diese Pläne abzusichern sind umfang­reiche Sanierung-, Instandhaltungs- und Modernisierungs­maßnahmen an der Außen­hülle und im Inneren des Gebäudes durch den Eigen­betrieb KOE Rostock umzusetzen.

Der bestehende Schultyp wurde bis 1981 im damaligen Bezirk Rostock an etwa 80 Standorten gebaut. Den Grundtyp bildet ein vier­geschossiges Gebäude mit insgesamt 26 Unterrichts­räumen. Im Zuge der Sanierung erfolgt eine funktionelle Umgestaltung zur Unter­bringung von Unterrichts- und Fach­unterrichts­räumen für Klassen­stärken bis 30 Schülerinnen und Schüler. Weiterhin ist eine separate Absicherung der Schüler­versorgung durch eine Mensa und die Integrierung einer Cafeteria als Schüler­unternehmen geplant.

Die energetische Sanierung der äußeren Hülle umfasst vor allem die komplette Erneuerung des Daches und der Fassade. Das alte Flachdach wird voll­ständig abgebrochen und unter den Vorgaben des Schadstoff­gutachtens entsorgt. Alle Einbau­teile werden ausgewechselt und elektrische Anlagen getauscht, bevor das Dach wieder mit einer Bitumen­dichtung verschlossen wird. Die bestehende Gebäude­hülle wird mit einer Putz­fassade als Vorhang­fassade, bestehend aus Träger­platten auf einer Unter­konstruktion und einer Wärme­dämmung, ergänzt. Mit diesem System sind Verformungen aus dem Bestand sehr gut zu kompensieren und es entsteht eine gleich­mäßige und moderne Fassaden­ansicht. Im Bereich der Treppen­häuser und des Haupt­einganges ist vorgesehen, die verbauten Struktur­wandel­emente zu entfernen und diese Fassaden­bereiche mit Alu-Glas-Fassaden neu zu gestalten. Die vorhandenen Fenster werden voll­ständig abgebrochen und durch neue Kunst­stoff­fenster mit Isolier­verglasung ersetzt.

Nach einer Entkernung der Räume im Inneren des Gebäudes werden alle Wände mit neuer Glasfaser­tapete und Anstrich und die Böden mit einem neuen Belag versehen. Sämtliche Decken erhalten gleichfalls eine neue Bekleidung. Mit Ausnahme der Treppen­häuser und Haus­anschluss­räume werden alle Decken mit einer Unterdecke versehen. Durch den Einbau werden die Decken optisch aufgewertet, der Schall­schutz verbessert und es können komplikationslos brandschutz­technische Ertüchtigungen und Installationen der technischen Gebäude­ausrüstung erfolgen.


Fakten und Zahlen:

Planungen Hochbau: Bauplanungsbüro Buchholz und Schlettwein
Planungen Haustechnik: Ingenieurbüro Behrens
Planungen Elektrotechnik: Ingenieurbüro für Elektrotechnik R. Oberländer
Bauphase: Februar 2016 bis 2017
Investition: ca. 5,4 Millionen Euro


Fördermittelgeber:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitMinisterium für Wirtschaft, Bau und TourismusStädtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden


Artikel zum Projekt

27.08.2018 Die KGS auf dem Weg zum Campus

Zweieinhalb Jahre hat die Sanierung der Erweiterung der KGS in Anspruch genommen.
Joana (links) und Johanna haben den gymnasialen Bildungszweig eingeschlagen.
Für die offizielle Eröffnung wurde das neue Atrium hergerichtet.
Die Raumstruktur wurde vollkommen neu angeordnet, unter anderem sind dadurch moderne Fachunterrichtsräume entstanden.
Dieses Schuljahr beginnt für Marion Roscher mit einem aufgeregten Kribbeln im Bauch. „Wir starten mit einem zweiten Schulgebäude, einem Schulgebäude, dem wir lange entgegengefiebert haben“, sagt die Schulleiterin der Kooperativen Gesamtschule in der Südstadt (KGS). Nun - nach insgesamt zweieinhalbjähriger Bauzeit - können sich Lehrer und Schüler über helle, freundliche Unterrichträume, optimal ausgestattete Fachunterrichtsräume „und über wunderbare akustische Bedingungen“ freuen.

Umgesetzt wurden die Erweiterungspläne der KGS durch den „Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hanse-Universitätsstadt Rostock“ (KOE) im Auftrag des städtischen Amtes für Schule und Sport. „In den nächsten fünf bis sieben Jahren werden die Schülerzahlen insbesondere in zentrumsnahen Stadtvierteln weiter steigen. Gleichzeitig begegnen wir der Herausforderung, neuen Anforderungen im Bildungswesen gerecht zu werden. Dazu zählt auch den inklusiven Gedanken umzusetzen. Wir begegnen den Ansprüchen auf vielfältige Weise, wenn wir die Schulen in kommunaler Trägerschaft sanieren und modernisieren“, verdeutlicht der zuständige Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport Steffen Bockhahn (Die Linke) und ergänzt: „Eine Schule ist Lebens-, Lern- und Arbeitsort. Jedes Kind soll die Möglichkeit bekommen, in einem Umfeld, in dem es sich wohlfühlt, die bestmögliche Bildung zu erfahren.“

Vor der Sanierung wurde das Gebäude in der Erich-Schlesinger-Straße 37a durch die Berufliche Schule Wirtschaft der Hanse- und Universitätsstadt Rostock als Nebenstelle genutzt. Nachdem dieser zweite Standort geschlossen wurde, stand die Liegenschaft leer. Bis 1981 wurde der Schultyp im ehemaligen Bezirk Rostock an rund 80 Standorten gebaut. Während der vergangenen Jahrzehnte wurden lediglich vereinzelt Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen an dem Gebäude umgesetzt, eine umfangreiche Sanierung hat es jedoch nie gegeben. Der viergeschossige Bau verfügt nach seiner Komplettsanierung über 15 Unterrichts- und Fachunterrichtsräume, in denen bis zu 30 Schüler unterrichtet werden können. Im Kontext der Generalüberholung und Nutzung durch die KGS wurden die Räume neu zugeordnet, sodass die Schule nun auch über funktionale Nebenräume wie eine eigene Bibliothek oder eine Werkstatt verfügt. „Durch die energetische und elektrotechnische Ertüchtigung des Gebäudes konnten die Voraussetzungen für eine moderne Unterrichtgestaltung umgesetzt werden“, verdeutlicht Bauherrin Sigrid Hecht vom KOE. Im Zuge des Vorhabens wurde das Gebäude in zwei Bauabschnitten ertüchtigt. Zunächst wurden das Dach und die Fassade vollständig erneuert sowie der Innenbereich in Hinblick auf das Raumprogramm der KGS strukturiert. „Wir haben das Gebäude vollständig entkernt. Am Ende war nur noch das Skelett übrig“, verbildlicht Sigrid Hecht.

In einem 2. Bauabschnitt wurde die Liegenschaft um einen Atriumanbau erweitert und mit einem Aufzug ausgestattet. Letzterer ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Auch die Freianlagen wurden neugestaltet. „Seit es diese Schule gibt, haben wir uns ein Atrium gewünscht und dafür gekämpft. Nun haben wir eins. Das ist fantastisch“, freut sich Marion Roscher. Sie ist seit 36 Jahren Lehrerin und seit fünf Jahren Schulleiterin an der KGS. Seit Beginn des neuen Schuljahres vor knapp einer Woche zählt die Kooperative Gesamtschule in der Südstadt mehr als 700 Schülerinnen und Schüler. Damit hat sich die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 60 Schülerinnen und Schüler erhöht. Unterrichtet werden die Kinder und Jugendlichen von 52 Lehrerinnen und Lehrern sowie aktuell fünf Referendaren und Referendarinnen in 31 Klassen.

Bezugnehmend auf die Schulentwicklungsplanung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sollen an dem Campus in der Südstadt perspektivisch bis zu 950 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. „Mit dem Erweiterungsbau sind auch die räumlichen Bedingungen für den Aufbau einer Sekundarstufe II gegeben. Unsere Schülerinnen und Schüler können erstmalig in diesem Schuljahr das Abitur ablegen.“ Damit vereint die KGS die Bildungsgänge der Regionalschul- und Gymnasialbildung unter einem Dach. „Die Schüler können bei uns ihre Berufsreife erlangen, die Mittlere Reife oder eben das Abitur“, verdeutlicht die Schulleiterin. „Als besonderes Angebot gibt es zudem die Klasse 9 plus. Hier haben Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schulen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock die Chance, im zweiten Anlauf die Berufsreife zu erlangen. Dabei absolvieren die Jugendlichen an zwei Tagen pro Schulwoche ein betriebliches Praktikum. Manchmal ergibt sich daraus auch ein Ausbildungsplatz. Das freut uns dann ganz besonders.“

Die Erweiterung der KGS konnte für 6,9 Millionen Euro realisiert werden. Unterstützt wurde das Projekt maßgeblich durch Mittel aus der Städtebauförderung in Höhe von insgesamt 2,832 Millionen Euro.

19.07.2016 Sanierung zur Erweiterung Kooperative Gesamtschule

Sanierungsstand Juli 2016
Sanierungsstand Juli 2016
Sanierungsstand Juli 2016
Die im Februar begonnen Arbeiten zur Sanierung des ehemaligen Berufsschulgebäudes in der E.-Schlesinger-Straße 37a gehen planmaßig gut voran. Die Schadstoffsanierung im inneren des Gebäudes ist abgeschlossen und die energetische Sannierung der Gebäudehülle ist im vollen Gange.

Die energetische Sanierung der äußeren Hülle umfasst vor allem die komplette Erneuerung des Daches und der Fassade. Die bestehende Gebäudehülle wird mit einer Putzfassade als Vorhangfassade, bestehend aus Trägerplatten auf einer Unterkonstruktion und einer Wärmedämmung, ergänzt.

Nach einer Entkernung der Räume im Inneren des Gebäudes werden alle Wände mit neuer Glasfasertapete und Anstrich und die Böden mit einem neuen Belag versehen. Sämtliche Decken erhalten gleichfalls eine neue Bekleidung. Mit Ausnahme der Treppenhäuser und Hausanschlussräume werden alle Decken mit einer Unterdecke versehen. Durch den Einbau werden die Decken optisch aufgewertet, der Schallschutz verbessert und es können komplikationslos brandschutztechnische Ertüchtigungen und Installationen der technischen Gebäudeausrüstung erfolgen.

09.02.2016 Baustart - Sanierung zur Erweiterung Kooperative Gesamtschule

Baustart Erweiterung KGS
Baustart Erweiterung KGS
Nachdem die Genehmigung des Doppelhaushaltes der Hansestadt Rostock für die Jahre 2015/2016 und somit auch der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes KOE Rostock im Dezember durch das Land vorlag, konnte die Sanierung des ehemaligen Berufschulgebäudes zur Erweiterung der Kooperative Gesamtschule Südstadt Anfang Februar 2016 beginnen.

Derzeit wird die Schadstoffsanierung innerhalb des Gebäudes umgesetzt und die Vorbereitungen für die energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle werden getroffen.

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