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24.03.2009

Der Barocksaal wird wieder für ein größeres Publikum nutzbar

Im Herzen der Hansestadt Rostock, am Universitätsplatz, befindet sich der wahrscheinlich schönste Konzertsaal ganz Norddeutschlands - der Barocksaal. Er wurde 1750 erbaut und seine beeindruckende Ausgestaltung bis heute überwiegend originalgetreu erhalten. Die Bewirtschaftung und bauliche Unterhaltung dieses Kleinods wurde Ende 2005 dem Eigenbetrieb „Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock“ (KOE) überantwortet.

Da die Nutzung des Saales in Ermangelung eines zweiten Fluchtweges mit Aufschaltung auf eine Brandmeldeanlage bislang nur unter Einschränkung der Besucherzahl erfolgen konnte, war die Schaffung eines weiteren Fluchtweges notwendig, um den Barocksaal künftig einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

In einer Machbarkeitsstudie stellte das vom Eigenbetrieb KOE beauftragte Architekturbüro Varianten für den Bau eines zweiten Fluchtweges vor. Die Entscheidung fiel zugunsten der Variante „Nutzung des bestehenden Fluchttreppenhauses des Center-Management des Rostocker Hofes“. Nach Zustimmung der Eigentümergemeinschaft des Rostocker Hofes konnte der Eigenbetrieb KOE am 29. Januar 2009 endlich den Startschuss für den Beginn der Arbeiten geben.

Der Zugang zum zweiten Fluchtweg erfolgt durch einen Halbrundbogen in der Ecke rechterhand der Bühne. Die 90 cm breite, gebogene Holztür wurde der Eingangstür zur Künstlergarderobe nachempfunden. Die im Zutrittsbereich des Fluchtweges befindlichen Schmuckgirlanden und ein Portrait in Medaillonform wurden vor Beginn der baulichen Maßnahmen von einem Restaurator entfernt und nach Abschluss der Arbeiten wieder fachgerecht angebracht. Sämtliche Arbeiten im Barocksaal erfolgten in enger Abstimmung mit dem Amt für Kultur und Denkmalpflege.

Mit dem Abschluss der Arbeiten am 13. März 2009 ist nunmehr eine wesentliche Voraussetzung dafür geschaffen, den Barocksaal künftig ohne Einschränkung der Besucherzahl für Konzerte, Festveranstaltungen oder besondere Events und als interessanten Spielort für das Volkstheater zu nutzen. Damit dies möglich wird, sind nunmehr die Rauchmelder, mit denen der Fluchtweg ausgestattet wurde, an eine Brandmeldeanlage anzuschließen. Die hierfür notwendigen Maßnahmen werden bereits vom Eigenbetrieb KOE geprüft und eingeleitet.

Um darüber hinaus die langfristige Bespielbarkeit des Barocksaals zu sichern, müssen dringend erhebliche bauliche Schäden, unter anderem an der Gebäudehülle, behoben werden. Dies betrifft sowohl das Dach als auch die Fassade, die Fenster, den Balkon und die Säulendurchfahrt zum Universitätsplatz. Das Kellergeschoss bedarf der Trockenlegung und Sanierung. Der momentane Zustand des Gebäudes führt nicht nur zu immensen Betriebskosten, sondern auch zu Einschränkungen des Veranstaltungsbetriebes, insbesondere durch Lärmbelastung. Mängel am Dach haben im Innenbereich des Saals zu erheblichen Beschädigungen der Wand- und Deckengestaltung geführt. Um die nötigen baulichen Maßnahmen umsetzen zu können, wurden Mittel aus dem Konjunkturpaket II beantragt. Nach deren Bewilligung kann noch im Laufe des Jahres 2009 die Sanierung des Gebäudes erfolgen.

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Bauzeit: bis vsl.
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